Gedicht

Fremdgesteuert

01.11.2017 - Tayyeba Raja

Ich rufe nach dir.
So geblendet die Schritte
Die voraneilen
Nur im Takt,
die Zeit nicht zu verpassen.
Um mitzuschreiten.
Verweilen im Gang.

Ich rufe nach dir.
Es prallt an dir ab.
Weil deine Gewohnheit,
Dich gepackt hat.
Gefesselt im Strom.
Leistung zu geben,
Im Marschierschritt,
nur um zu überleben.

Ich rufe nach dir.
Geblendet, die Sicht,
im Körper gefangen.
Dein Sein, fremdbestimmt.
Der Rhythmus, in einem Klang.
Den du nicht bestimmst.
Du bist nicht du.

Ich rufe nach dir.
Du bist gefangen.
Bist da, doch nicht vorhanden.
Stehst vor mir, doch
kann dich nicht greifen.
Schaust mich an, doch
schaust nicht mit deinen Sinnen.

Das Treiben was vor uns springt,
reißt dich mit.
Verloren unter dem Druck,
der dich umgibt.
Weiter, schneller, immer besser.
Ich kann dich nicht halten.
Gefangen in dem Treiben.
Verfallen dem Verlangen.

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