Gedicht

Tränen

15.04.2017 - Astrid Knauth

Jeden Tag siehst du Krieg und Verderben,

Waffen, die um Vorherrschaft werben,

Bomben, die alles legen in Trümmern,

Niemand, der sich kann darum kümmern.

 

Schutt und Asche - ganz egal, wohin du auch schaust,

Ein kurzer Augenblick der Ruhe, dem du nicht traust,

Ruinen prägen dein ganzes Gesichtsfeld -

Wie sehr wünschst du dir eine heile Welt.


Du riechst den Tod auf deinen Wegen,

Überall ist er ohne Unterlass zugegen,

Grau, trist und trostlos sieht alles aus -

Du willst aus diesem Verderben nur raus.


Jeden Tag fühlst du diese Angst,

Wenn du um das Leben bangst,

Jeden Tag fühlst du diese unendliche Trauer,

Davon umgeben bist du wie von einer Mauer.


Du siehst die Hoffnung im kleinsten Winkel deines Herzens sterben,

Wie kannst du sie halten bei all den hohen Bergen an Scherben?

Warum kannst du nicht ein ganz normales Leben führen,

In dem deinen Geist wundersame Melodien berühren?


Warum kannst du nicht all die bunten Blumen sehen?

Warum kannst nicht spüren des leichten Windes Wehen?

Warum kannst du nicht das Rauschen des Baches hören?

Warum kannst du nicht vom Zwitschern der Vögel erwachen?


Du spürst die Tränen in deinen Augen -

Du hast nie gelernt, etwas zu vertrauen -

Sie spülen alles weg, was sie gesehen haben,

Du willst nicht diese Hoffnungslosigkeit tragen.


Der Himmel über dir gibt dir die pure Freiheit,

Durch ihn kannst du entkommen der Dunkelheit,

Das Strahlen der Sonne trocknet deine Tränen -

Wie könntest du die Hoffnung in dir bezähmen?

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