Gedicht

Unsichtbar

01.12.2017 - Tahira Guddat

Unsichtbar

verdeckt, geschützt und umgeklappt.

Im inneren verankert.

Erdrückte,

Mehr als Seelenschrei.

Fundament, 

Träger der Epochen.

Name, 

Teile unseres Selbst.

Spuren im Sand,

verschieden und doch ähnlich.

Äußere Schrammen und Narben,

Sichtbar.

Anerkannte Medaillen.

Innere Kratzer und zerissene Gewänder,

bloße Mutmaßung und Spekulation.

Unsichtbarer Seelenriss,

aufgehend in weißen Flammen.

Blicke von Ignoranz,

verströmt im Wind. 

Des abgestumpften Zuhörers,

Namen,

nichts mehr, als leere Buchstaben.

Vergessen,

Das was wir sind.

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