Gedicht

Das Leben im Krieg

01.01.2016 - Rameza Bhatti

Schau hier habe ich gespielt und gelacht,
dort hat mir Vater Fahrrad fahren beigebracht.
Dahinten bin ich zur Schule gegangen,
und dadrüben habe ich mein erstes Tor gefangen.
Hier fallen jetzt tagtäglich die Bomben,
dort liegt mein Vater nun begraben.
Dahinten sah ich meine Mutter sterben,
jeden Tag sehe ich wie sich die Wände rot färben.
Längst habe ich mich an das Blut gewöhnt,
längst hat sich das Leben mit dem Tod versöhnt.
Einst wurde ich geweckt von den Strahlen der Sonne,
wie sie ihren Weg bahnten durch die Baumkrone.
Jetzt ist das erste was ich höre, das prasseln der Drohnen,
das Schießen der Soldaten, wie sie keinen verschonen.
Früher habe ich die Angst und die Furcht gespürt,
hat mein Schmerz und das Leid irgendein Herz berührt?
So viel Elend habe ich in meinem Leben gesehen,
so viele Menschen die jeden Tag aus meinem Leben gehen.
Ich träume von einer Welt ohne Hass und Krieg,
wo das Lächeln eines Menschen ist der größte Sieg.
Ein Ort ohne Gewalt und ohne Waffen,
ich bin mir sicher, das können wir gemeinsam schaffen!

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