Attentat von Neuseeland

Das Manifest kommt mir sehr bekannt vor

17.03.2019 - Tahir Chaudhry

Das Manifest des rechtsextremen Terroristen Brenton T. wurde weitestgehend aus dem Netz entfernt. Doch in den Untiefen des World Wide Web geht nichts verloren. Ich habe das Manifest gefunden und gelesen. Kurz bevor der Massenmörder am vergangenen Freitag die Anschläge auf zwei Moscheen im neuseeländischen Christchurch verübte, hatte er es online gestellt. Es soll erklären, was unerklärlich ist: Ein Mensch tötet 50 andere Menschen, weil sie für ihn keine Menschen sind. Es soll erklären, warum er gezielt Muslime in einer Moschee aufsuchte, um wahllos auf sie zu schießen. Jegliches Motiv, ob in einem Satz oder in einer ganzen Abhandlung niedergeschrieben, ist nicht in der Lage, dieses Massaker zu rechtfertigen.

Warum habe ich das furchtbare Manifest dennoch gelesen? Ich versuchte mich darauf einzulassen, mich hineinzufühlen, um zu begreifen, woher dieser Hass kommt. Aus demselben Grund habe ich mir auch das 6-minütige Video angetan, in dem zu sehen ist, wie der Terrorist sein Auto in der Seitenstraße zur Moschee parkt, bei laufender Marschmusik nach einer Schnellfeuerwaffe greift und mit den Worten „Lasst die Party beginnen“ losrennt. Von da an erinnert alles an ein Computerspiel: die Ego-Perspektive, die starren Kamerabewegungen, die Geräuschkulisse und das Ziel, in kürzester Zeit so viele Menschen wie möglich zu töten. Aber das hier war echt. Kranke Realität.

„Man muss doch krank sein, wenn man so etwas Grausames tut!“, ist der simple Gedanke, den ich fasste als das Video zu Ende ging. Dieser darf allerdings nicht zur allgemeinen Schlussfolgerung werden, wie es in diesen Tagen bei manch einem Journalistenkollegen und Politiker der Fall ist. Vor circa zwei Jahren forderte ich von meiner Redaktion (damals als Mitarbeiter einer großen Tageszeitung) im Fall eines islamistischen Terroristen bei der Analyse dessen psychologischen Zustand zu berücksichtigen. Dies hatte man etwa bei dem rechtsextremen Attentäter David S., der 2016 in einem Münchener Einkaufszentrum neun Menschen mit Migrationshintergrund tötete, getan. Dieser Ansatz kam allerdings für den verantwortlichen Redakteur nicht in Frage. Noch immer bin ich der Meinung, dass eine psychologische Störung die Mordlust begünstigen kann, aber genauso können es andere Faktoren wie die soziale Prägung oder ideologische Denkstrukturen. 

Auch in dem aktuellen Fall sollten wir es uns mit halbgaren Psychoanalysen nicht zu leichtmachen, nur um den Fall abhaken, ihn von sich weisen und sich der Verantwortung entziehen zu können. Das Video vom Attentat sowie die Thesen des Manifests sollten uns eine Lehre sein. Sie führen uns nicht nur knallhart vor Augen, wozu Menschen als Produkte ihrer jeweiligen Einflüsse verkommen können, sondern auch wie sich der öffentliche Diskurs ändern muss, wo wir neue Grenzen in der Sprache setzen sollten und wie wir Volksverhetzung in der politischen Kultur entlarven können.

Das Manifest trägt den Titel „The Great Replacement“ („Der große Austausch“): 74 Seiten voller Hass und Wut. In den ersten Zeilen will der Terrorist festhalten, worum es ihm im Kern geht: „Es sind die Geburtenraten. Es sind die Geburtenraten. Es sind die Geburtenraten.“ Er beschreibt sich als einen „einfachen weißen Mann“, der sich für die Zukunft seines Volkes einsetze. Es gehe um den „Überlebenskampf“ gegen eine fremde Rasse, Kultur und Religion. Die „Masseneinwanderung“ sei in Wahrheit eine „Invasion“ und ein „Völkermord“. Gemäß Brenton T. sei dies nicht nur ein Weg zur Befreiung von der Besatzung durch alle „Nicht-Europäer“, sondern auch der Weg zum „Kampf gegen Überbevölkerung und damit zur Rettung der Umwelt“. 

Die selbstgebastelte Rassentheorie bis hin zur Theorie des Kulturkampfes mögen zwar bar jeder Vernunft sein, aber den Maßstab der Rationalität sollen diese Theorien ohnehin nicht erfüllen. Der Attentäter gesteht es selbst: „Emotionen herrschen über Fakten“. Was die Menschen überzeugen könne, seien keine Zahlen, Statistiken, Graphen und Tabellen, sondern „emotionale Erfahrungen“, „geschickt formulierte Worte“ und „klug konzipierte Plakate“. In diesem Wissen muss man dieses Manifest lesen. 

Das Manifest ist wie ein Interview aufgebaut, dass er mit sich selbst führt. Er beantwortet Fragen, die nach seinem Attentat von allen Seiten aufgeworfen werden könnten - teilweise trollhaft-ironisch in Anlehnung an die neofaschistische Netzkultur, aber größtenteils sehr ernsthaft, weil er sich in der Tradition anderer neofaschistischer Mörder und Vordenker sehen möchte. Ich fasse zusammen.

Warum hat er es getan? Es gehe ihm um die Verteidigung seines Landes gegen die „Besatzer“, um Rache für die Opfer des islamistischen Terrors, um die „Einwanderungsrate unmittelbar zu reduzieren“, um die Bestrafung der Regierenden, es gehe darum, westliche Gesellschaften zu „destabilisieren“, sie „anzustacheln“ und zu „spalten“, um “Ängste zu schüren“ und Gleichgesinnte „den Weg zu zeigen“, wie Widerstand möglich ist. Diese Ziele ähneln übrigens die der islamistischen Terroristen. Sie wünschen sich eine Vertiefung des Grabens zwischen dem Westen und der islamischen Welt, um den verbreiteten Hass für die Rekrutierung neuer Kämpfer zu nutzen. 

Wen repräsentiert er? Er sei kein “direktes Mitglied einer Organisation oder Gruppe”, aber es gebe eine Gruppe, die ihm seinen „Segen gegeben“ habe. Ein mittelalterlicher Orden der Tempelritter, den Anders Breivik, der rechtsextremistische Attentäter von Norwegen, laut eigenen Angaben, als militante Kampfgruppe reaktiviert hätte. Ob die Existenz dieser Gruppe nur ein Hirngespinst ist, bleibt ungeklärt. Fakt ist, dass seine geistige Zugehörigkeit zu den nationalistischen Gruppen weltweit, die er finanziell unterstützte und regelmäßig kontaktierte, sehr wohl real ist.

Warum hat er diese Opfer gewählt? Brenton T. betont, dass sich das Attentat gegen eine „sichtbare und große Gruppe von Besatzern, aus einer Kultur mit hohen Geburtenraten, hohem sozialen Zusammenhalt und starken, robusten Traditionen“ richte, die versuche, das Land seines Volkes zu erobern und seine Rasse zu ersetzen. Muslime seien zudem die „am meisten verachtete Gruppe“ im Westen, sodass der Angriff auf sie das „größte Ausmaß an Unterstützung“ in der Bevölkerung ermögliche. Diese Verachtung zeigt sich tatsächlich an dem Feindbild, das von rechte Kräften bewusst aufrechterhalten wird, das in ganz Europa die Grundlage von politischen Kampagnen bildet. 

Hasst er Muslime? Der Attentäter verneint, aber sagt gleichzeitig, dass er keine Muslime möge, die in Europa leben. Er hasse dafür umso mehr Konvertiten, die ihrer Herkunft und Kultur den Rücken kehrten. Die Feindschaft gegenüber dem Islam als Religion habe laut ihm historische, gesellschaftliche und statistische Gründe (Welche das sind, bleibt unklar) – allem voran sehe er in dieser Gruppe einen „Willen zur Eroberung“. Einen praktizierenden Muslim überraschen die oben erwähnten Unterstellungen nicht. Alle Muslime, die nicht einer politisierten Deformierung des Islams anhängen, sind überzeugt, dass Gott niemals Propheten sandte, um Regierungen zu bilden und über die Welt zu herrschen. Im Zentrum des göttlichen Planes stand die spirituelle Entwicklung des Menschen, die Herstellung einer Verbindung zwischen Gott und Mensch und die Etablierung von Moral, damit der Mensch in Frieden mit sich selbst und seinen Mitmenschen leben kann.

Warum fordert er die Vertreibung aller „Nicht-Europäer“ aus Europa? Laut dem Attentäter sind sie alle Besatzer. Ob “Roma, Afrikaner, Inder, Türken, Semiten oder andere“, sie alle müssten in ihre Ursprungsländer zurückkehren. Hierbei stellt er klar, dass auch diejenigen, die keine Einwanderer seien, sondern einen Migrationshintergrund hätten, sich eine „neue Heimat“ suchen müssten. Um ein Deutscher zu sein, reiche es nicht aus, dass „ein Han-Chinese auf deutschem Boden geboren wird“. Diese Idee sei genauso verrückt wie die, dass ein Deutscher, der auf dem Mars geboren werde, ein Marsianer sei. Ungeklärt bleibt nicht nur woran die Zugehörigkeit zu einer „Rasse“ festgemacht werden, sondern auch wie eine Durchmischung der Ethnien rückgängig gemacht werden soll. Und kann es nicht sein, dass sogar in der DNA des Attentäters, ethnische Einflüsse von außerhalb Europas enthalten sind? Aber das sind wohl Gedanken, die ihn in den Selbstmord treiben würden. 

Bedauert er seine Tat? „Nein, ich wünschte, ich hätte mehr Invasoren und mehr Verräter getötet”, schreibt der Attentäter. Als ich das las, wurde mir übel. Das lässt mich sehr stark an einer erfolgreichen Resozialisierung zweifeln. Warum er unschuldige Kinder tötet, erklärt er dann auch noch mit einem abartigen Vergleich: Wenn jemand in seinem Garten ein Nest von Giftschlangen finden würde, würde er den Nachwuchs verschonen? Würde er zulassen, dass dieser frei aufwächst und „eines Tages sein Kind beim Spielen im eigenen Garten beißt“? Der Attentäter signalisiert in seinem Manifest nicht nur Reuelosigkeit, sondern glaubt, infolge einer 27-jährigen Haftstrafe freigelassen – er vergleicht sich an dieser Stelle mit Nelson Mandela – und mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet zu werden. Ich wünsche mir, dass wir auch noch in 27 Jahren über diese Prophezeiung lachen können.

Viele Thesen aus dem Manifest kommen mir sehr bekannt vor. Aber woher? 

Zum Beispiel aus Deutschland. Vor der letzten Bundestagswahl sah ich immer wieder Wahlplakate der AfD mit Slogans wie „Neue Deutsche? Machen wir selber“, „Burkas? Wir stehen auf Bikinis“ oder „Der Islam? Passt nicht zu unserer Küche“. Zudem las ich über eine Vielzahl von AfD-Abgeordneten wie sie die These verbreiteten, dass der Islam keine Religion sei, sondern eine politische Ideologie. Und ich erinnere mich noch an Alexander Gauland wie er 2015 seine „Fünf Grundsätze für Deutschland“ verkündete, worin es über die Flüchtlingsfrage hieß: „Wir verweigern uns verantwortungslosen Experimenten mit und an unserem Volk. Nur Ideologen glauben, […] dass jeder zu einem Deutschen wird, sobald er die Landesgrenze überschritten hat“.

Ich halte das Manifest von Brenton T. nicht für das Machwerk eines Irren, sondern eines neofaschistischen Ideologen, der eine kohärente Lehre niederschreibt, der eine globale Bewegung von Rechtsradikalen anhängt.

Für noch viel gefährlicher als Politiker und Medienschaffende, die sich diese Lehren für ihren Profit zur Nutze machen, halte ich die Architekten von rassistischen und islamfeindlichen Ideologien. Sie tarnen sich als „Islam-Kritiker“ und „Freiheitskämpfer“, doch sind Hetzer, die sich einer ausgeklügelten Rhetorik bedienen, die stets die Grenzen der Volksverhetzung streift. Ihre Bücher führen die Bestseller-Listen an, ihre Lesungen sind ausverkauft und ihre TV-Auftritte sind Klickhits auf YouTube. 

Die Islamische Welt braucht Kritik, keine Frage. Religiöse Fanatiker und gewaltbereite Extremisten, die sich auf den Islam berufen, stellen zweifellos eine Gefahr für muslimisches Leben und Denken in aller Welt dar. Aber wenn zahlreiche Studien über die Wahrnehmung des Islam und der Muslime in westlichen Gesellschaften schon seit mehr als einem Jahrzehnt zeigen, dass eine große Mehrheit in europäischen Ländern Angst vor dem Islam hat, dann läuft etwas grundsätzlich schief. 

Wen wundert es eigentlich, wenn Gruselgeschichten über den Islam der Brennstoff für die Verkaufsmaschinerie der deutschen Medienlandschaft sind. Sie lebt von Erregung und Übertreibung, was zu falschen Schlussfolgerungen und der Bestätigung ewiger Klischees führt. Angesichts der aktuellen Bilder von Zerstörung, Gewalt und Tod, deren Verursacher behaupten, sich auf den Koran zu berufen, ist es den Menschen nicht zu verdenken, dass sie Fragen haben. Es ist verständlich, dass sie wissen wollen, womit sie es zu tun haben. Unzählige Islamexperten und –kritiker bieten sich an, um die Wissbegierigen zu füttern. 

Das Manifest des Attentäters bietet eine große ideologische Schnittmenge zu den Thesen eines Thilo Sarrazin, eines Hamed Abdel-Samad oder einer Necla Kelek.

Es kommt mir sehr bekannt vor, wenn der Ökonom Thilo Sarrazin in einem Stern-Interview sagt: „Wir stehen in einem Kampf der Kulturen, so ist es. Ich mache mir große Sorgen um die Zukunft unserer Zivilisation. Ein Netz von Gefahren umgibt uns.“ Oder wenn er in seinem Buch Feindliche Übernahme schreibt: „Man muss verhindern, dass sich das demografische Gewicht der Muslime in Deutschland und Europa weiterhin durch Einwanderung und Geburtenreichtum kontinuierlich verstärkt. Deshalb muss man die Einwanderung von Muslimen grundsätzlich unterbinden und falsche Anreize im Sozialsystem beseitigen.“

Was soll man von Aussagen des Publizisten Hamed Abdel-Samad in einem ZEIT-Interview halten? „Der Islam ist nicht gekommen, um Teil dieser Welt zu werden, sondern um über die Welt zu herrschen“. Abdel-Samad attestiert dem Islam faschistoide Züge und machte sogar den Propheten Mohammed als Gründer einer Mafiaorganisation und Initiator des ersten Holocaust aus.

Die Soziologin Necla Kelek propagiert in einem DLF-Interview etwa: „Der Islam ist so, wie er sich bis heute gibt und in der Welt herrscht, ein Regime“. Oder an anderer Stelle sagt sie: „Der Islam ist eine Weltanschauung und ein Herrschaftssystem, das sich als Religion präsentiert und von seinen Gläubigen Unterwerfung verlangt. […] Der Islam ist nicht bloß Glaube, nicht nur Religion, es ist ein Gesellschaftssystem“. Necla Kelek bezeichnet den Islam häufig als „nicht kompatibel mit der Demokratie“, Minarette als "Herrschaftssymbol", viele Moscheen als „Keimzelle einer Gegengesellschaft“, die muslimische Frau als „rechtlos“ und das Kopftuch als „Körperverletzung“.

Warum interessiert mich das alles? Warum kann ich nicht einfach wegschauen oder weghören? Wenn das einfach so möglich wäre... Die Effekte solcher Agitationen erreichen mein unmittelbares Umfeld. Nicht nur in Form von neugieren Fragen...

Wie könnte ich verleugnen, dass ich mir nicht darüber Gedanken mache, wie ich als Deutscher indischer Abstammung und dunkler Hautfarbe mit einer Frau, die das Kopftuch trägt, in der Öffentlichkeit wahrgenommen werde?

Wie könnte ich ignorieren, dass in meiner direkten Nachbarschaft eine Familie auf ihrem Briefkasten einen Aufkleber mit der Aufschrift „Refugees not welcome“ angebracht hat?

Wie könnte ich beiseiteschieben, dass meiner muslimischen Gemeinschaft, als sie in Erfurt den Bau einer Moschee plante, von Björn Höcke unterstellt wurde, sie verfolge ein „langfristiges Landnahmeprojekt“ oder als auf dem Baugelände einer Moschee in Leipzig aufgespießte Schweinsköpfe und Holzkreuze platziert wurden?

Wie könnte ich nicht wahrhaben wollen, dass ich Opfer von Rassismus werde, wenn ich mich auf Wohnungssuche begebe und die Erfahrung mache, dass Vermieter mich anrufen, um zu fragen, woher ich stamme und dann absagen oder wenn ein Vermieter mir eine Absage erteilt, weil ich für ein Unternehmen arbeite dessen Chef sich für eine multikulturelle Gesellschaft ausspricht?

Wie könnte ich vergessen, dass meine Frau in einer Münchner U-Bahn von einem Mann bepöbelt wurde als sie ihr Gleichgewicht verlor und in dessen Arme stolperte: „Wir sind nicht euer Auffangbecken!“ oder als sie in Berlin von einem Hausbesitzer aufgefordert wurde, sich von dem Bürgersteig zu entfernen: „Ich glaube, die Grundstücksbesitzer möchten nicht, dass Sie sich den Einfahrten nähern!“?

Wie könnte ich vorenthalten, dass meine Schwägerin einmal von einem älteren Ehepaar im Supermarkt beschimpft wurde als sie höflich darum bat, für ihre Tochter an der Kühltruhe etwas Platz zu schaffen, damit sie sich ein Eis herausnehmen könne: „Halt die Fresse!“, wobei sie zuvor die beiden hatte tuscheln hören: „Zigeunerkinder!“ und „Man sollte sie niedermetzeln!“?

Das sind keine Einzelfälle. Fragen Sie Ihre Freunde, Kollegen und Bekannten muslimischen Glaubens. Jeder und jede von ihnen hat etwas zu erzählen.

Ich gebe den Hetzern zwar keine direkte Schuld an der Diskriminierung oder gar an den Verbrechen von Rechtsextremisten, aber doch Mitschuld an der Schaffung einer bestimmten Atmosphäre. Einer Atmosphäre, in der das, was vermeintlich nicht gesagt werden darf, auch richtig sein muss. Einer Atmosphäre, die eine Verrohung der Sprache vorantreibt und Hass-Reden salonfähig macht. Einer Atmosphäre, die Ängste und Fehlurteile der Mehrheitsgesellschaft gegenüber einer Minderheit schürt und andauernd ihre Bestätigung sucht. Einer Atmosphäre, in der auch der Attentäter von Neuseeland sozialisiert und schlussendlich radikalisiert wurde.

 

 

Anmerkung: Ein paar schräge Typen schreiben mir nach dem Lesen dieses Artikels: "Das Manifest ist doch fake! Du verbreitest Mainstream-Propaganda! Der Attentäter war ein Sozialist, ein Linker!" Sie zitieren sogar aus dem Manifest, um das zu untermauern. Das ist aber totaler Unfug. Lest selbst!

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