Gedicht

Denken / Tempel der Gedanken

15.09.2018 - Tahira Guddat

Unbewusst, rührt nicht, obwohl

am liebsten verdrängt, hört nicht auf.

Die Linien, ausradiertes Leben,

ungewolltes Bereuen oder

Lösungskonzept.

Ausgedacht, ausgelacht,

immer wieder konfrontiert,

mit den gleichen Gedankengängen.

Forciert auszublenden, doch

es trägt keinen Sinn.

Sie strömen in alle Winkel und Ecken,

betäubend wie Arsene.

Deshalb sagt nicht:

,,Wir denken mit Absicht."

Und glaubt dies auch nicht,

denn denken an sich ist Glückssache.

Es gibt den Dingen mehr Gewicht, mehr Inhalt,

mehr Tiefe am Sein.

Ja, viel mehr Möglichkeiten sich zu bewegen.

Denken kann manchmal eine ungeahnte Qual bedeuten

zur gleichen Zeit Rätsels Lösung.

Aber wir sollen es tun.

Unaufhörlich und ohne Blockaden.

Wissbegierig schweigen und Buchstaben

und Materie in uns aufnehmen.

Danach aussortieren, ordnen und die gesehene Wahrheit,

erkennen, erschließen und

weitergeben.

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