Gedicht

Die Hand des kleinen Gesangs

29.09.2021 - Tuba Rahmann

Sorglos mag ich durch die Städte führen,

welche mir das Recht gebühren.

Sorglos in meiner Hand, die Hand des kleinen Gesangs.

Die da singt durch die schwarz-weißen Gassen

und mich zum Lachen bringt.

Vater, Vater ruft Sie mir zu, als ich sie in Ihr Grabmal schick.

 

Ganz sanft Sie meine Finger hält,

als ich Ihr die Erde schenk.

Lächelnd kommt Sie mir entgegen,

als ich Sie zu ersticken bring.

Finger haltend rückt Sie näher,

während ich die Erde such.

 

Singend gibt Sie mir ein Küsschen, während ich Sie dann eingrub.

Nun ganz bedeckt mit der Erde, will Sie suchen mein Gesicht.

Mit den Augen will Sie reden, welche ich Ihr dann zudrück‘.

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