Gedicht

Dumm, dümmer, Mensch

01.07.2018 - Eva Vos

Ich habe gehört die Meldung verbreitete sich über Twitter.
Heute Nachmittag gibt es angeblich Gewitter.
So bin ich gewarnt und bestens informiert
bevor das Jahrhundertunwetter einmarschiert.

Sicherheitshalber bleibe ich heute zu Hause
und mache im Trockenen Heim eine Pause.
Wie gut dass nicht nur im Garten die Vögelchen singen.
Sondern durch Zwitschern auch wir uns Nachrichten überbringen.

Was für ein Glück, sind wir so schlau,
sage ich während ich an meinen Hamburger kau.
Ja, ja die Natur ist für uns Menschen schon wichtig.
Warum schützen wir sie vor uns dann nicht richtig?

Wir melken die Kühe und schlachten das Rind.
Verreisen per Flugzeug, damit wir die Schnellsten sind.
Wir klauen den Affen die Bäume zum Schwingen.
Und Schuhe lassen wir uns vom Paketboten bringen.

Bevor vor Capri die Sonne im Meer versinkt
das Mittelmeer nach Schweröl stinkt.
Und Delfine schmücken sich mit Plastiktüten
während Wirbelstürme in der Karibik wüten.

Das scheinbar intelligenteste Geschöpf der Welt
wird erst wenn es zu spät ist, merken, dass es verhungert auch mit Geld.
Dann sind die Orang-Utans bestimmt die schlauesten Wesen.
Vielleicht lernen sie schreiben, rechnen und auch lesen

und sagen, die Homosapiens? Ach die, die sind doch Schnee von gestern.
Ausgestorben, lach, lach, ich hör noch wie die Affen lästern.
Die Menschen sind wirklich doof wie Stroh.
Sie glaubten wirklich Geld mache sie froh.

Doch was nützt es reich und mächtig auf der Welt zu sein.
Ein Witz, wenn man bedenkt wie winzig klein
wir im Universum auf diesem Planeten leben.
So klein, als wären wir nur ein Staubkorn eben. 

Und genauso schnell wie wir gekommen,
sind wir vom Erdboden weggeschwommen.
Vielmehr geschwommen worden, von den Wassermassen.
Die Affen schimpfen heute noch, weil sie nasse Füße hassen. 

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