Gedicht

Dunkelrot und Schleierhaft

15.10.2014 - Olga Grams

Niemand kann vorher sagen, was geschehen mag.
Wohin der körnige Sand uns treibt.
Wo die Wellen zum letzten Mal schlagen.
Wo die Wurzeln des Baumes enden.
Wann dein Herz zum letzten Mal das Blut durch die Adern pumpt.
Vertieft in das ewige Dunkelrot.
Erblickt man den Schleier der Lust.
Und man bleibt daran hängen.
Versucht ihn zu umklammern und festzuhalten.
Bis zum Schluss.
Und sagt einer, dass es vorbei ist.
Das der Weg hier in sein Ende fällt.
So sieht man den Dunkelroten Schleier langsam, verblassend zu Boden sinken.
Und du hast keine Wahl.
Lass ihn los. Lass ihn los.

 

 

 

 

 

 

Foto: © mypixbox

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