Gedicht

Ein leerer Raum

15.09.2019 - Maliha Maqbool

Wie soll ich dir meine Gefühle beichten
wenn das Einzige was mich erfüllt die Leere ist.
Es ist ein hohler Raum
Es ist ein Körper mit einer Seele
Und nichts weiter
Ein Raum der atmen kann, aber nicht betretbar ist.
Ein Raum dessen Tür immer geschlossen ist.
Viele fürchten sich vor solchen Räumen und doch gibt es
mehr denn je davon.
Räume kann man verstellen, man kann sie umdekorieren, sie
anmalen und ein prachtvolles Bild erschaffen.
Aber tief im Raum, ruht Leere.
Ein Ozean, dessen Oberfläche unruhig ist und sich hin- und
herbewegt.
Ein wunderschöner Anblick.
Es ähnelt einem Raum von außen, aber auch der Ozean ist
tief im Inneren still.
Leere, die absolute Stille hervorruft.
Geschreie dessen Echos wieder auf dich prallen.
Ein imaginärer Raum in dem viele Seelen ruhen.
Dessen Hüllen unversehrt gesund und glücklich aussehen.
Wir kehrten zurück zu der Leere, bei ihr fühlen wir uns wohl.
Sie begleitete uns schon von klein an.
Es ist wie ein sicheres Zuhause.
Ein Zuhause wo wir jederzeit willkommen sind.

Ein leerer Raum.
Dessen Wände wir selbst aufstellen.
Dessen Dekoration, wir so aussehen ließen, dass
niemand dahinterkommen würde, dass dies ein leerer Raum
ist.
Es ist ein geheimer Ort für uns, ein Ort in dem wir
die Leere spüren und sie durch unsere Adern, die diese Risse
im Raum darstellen, fließen lassen.
Ein leerer Raum
und wir stehen im Mittelpunkt.
Jeder Bestandteil im Raum, hat seinen Grund
und seine eigene Geschichte.
Achte auf die Kleinigkeiten, die sich im Raum befinden und
höre
der Stimme, die danach spricht genau zu und versuche zu
verstehen, was
zwischen den Zeilen steht.
Ein leerer Raum
Und wir versuchen zu sehen, was sich in diesem Raum
befindet
ist der Raum dunkel oder hell?
Sprechen mehrere, stille Ängste oder nur eine große Angst?
Spricht ein kleines Kind oder ein Erwachsener der sich selbst
anklagt?
Fragen über Fragen, die uns plagen.
Ein leerer Raum
Und wieder stehen wir da
Wir sehen es selbst nicht klar,
Und warten jedes Jahr,
Aber es krümmt sich kein Haar,
denn es bleibt wie es war.
Ein leerer Raum.

Autoren benötigen Worte.
Worte benötigen Zeit

Spenden & Unterstützen