Gedicht

Eine Insel deiner selbst

01.05.2017 - Astrid Knauth

Suchen wir nicht alle eine Insel des Glücks?

Wollen wir davon nicht mehr als nur ein Stück?

Du beginnst, es jederzeit überall und nirgendwo zu suchen -

Doch glaubst du wirklich, du kannst es einfach buchen?


Was ist wahres Glück denn für dich?

Kannst du es in Worte fassen an sich?

Könntest du es ganz einfach beschreiben? -

Vielleicht wird es dann auf ewig bleiben?


Ist es eine ruhige Insel der Sonne,

In der du dich räkelst voller Wonne?

Ist es ein unfassbar funkelndes Strahlen,

Mit dem du kannst bei jedem prahlen?


Ist es die Anwesenheit bestimmter Personen,

Die vertrauensvoll in deinem Herzen wohnen?

Ist es der kurze Augenblick eines Erfolgs,

Dem du innerlich mit purer Freude folgst?


Doch was ist, wenn du seelisch verletzt wirst,

Wenn du allein durch eine dunkle Gegend irrst?

Was ist, wenn der Himmel seine dicken Tropfen weint,

Und wenn Rückschlag um Rückschlag sich mit dir vereint?


Warum also suchst du das Glück nicht einfach in dir selbst?

Ist es nicht eine Wahl, vor die du dich letztendlich stellst?

Schließlich kannst du draußen im Regen tanzen,

Oder dich allein in deiner Wohnung verschanzen.


Du könntest dich in reinem Selbstmitleid baden,

Oder einfach durch diesen Sumpf hindurch waten -

Kannst du das Licht am Ende des dunklen Tunnels sehen,

Selbst wenn Hoffnungen nur aus deinen Gedanken wehen?


Es ist allein deine Entscheidung, glücklich zu sein,

Nur dann wirst du verbreiten einen goldenen Schein,

Und wenn du auf deinem langen Weg doch zu zweifeln beginnst,

Ist es nicht wichtig, dass du deine Situation als Glück erkennst?

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