Gedcht

Eiskalt

15.09.2019 - Nasira Aziz

Das Lächeln verblasst mit der Zeit,

manchmal bedarf es keinem Streit,

dennoch dreht sich der Wind

und die gemeinsame Zeit verrinnt.


Breit macht sich eine bedrückende Leere,

„Was kam der Freundschaft in die Quere?“

Die unzähligen Gedanken drehen sich wieder und wieder im Kreis,

wo einmal so viel Wärme war, ist heute nur  noch Eis.


Würde man die Gründe für all das kennen,

würde man nicht innerlich verbrennen.

Stattdessen wird man mit Schweigen gestraft,

während langsam verschwindet die Kraft.


In dunklen Stunden viel Zuspruch und immerwährende Beständigkeit versprochen,

die Worte verhallen im Wind, die Schwüre sind zerbrochen.

Ist denn der Schmerz überhaupt angebracht?

Oder hat man zu viel Last und Probleme mitgebracht?


Kaum einer erträgt den Blick hinter die Mauer,

beim Einlass überkommt sie ein Schauer.

Besser wäre es gewesen lächelnd bei lebendigen Leib zu verbrennen,

als anderen zur Last zu fallen und sie nötigen, zum wegrennen.


Zerbrochen vorgefunden,

hat man die Teile eifrig zusammen gesucht und verbunden.

Die Risse waren noch nicht ausgeheilt,

da ist man, sich selbst rettend, davon geeilt.

Erneut ist alles mühsam, errichtete zerschellt,

auch ein Glas kann nicht mehr gerettet werden, nachdem es wieder und wieder herabfällt.

An den Scherben schneiden sich die helfenden Hände,

die einzige Option, die bleibt, ist das man sich abwende‘


Die Frage nach dem warum ist damit eigentlich geklärt,

dennoch diese Stille und Leere an einem zehrt.

Wird es je wieder wie es einmal war?

Bei der Routine, zu der man ohne einander eilig übergegangen ist, ist das wohl eher undenkbar.

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