Gedicht

Hoffnung

15.12.2016 - Olga Grams

Wir hoffen, weil wir innerlich leiden.
Wir hoffen, weil wir uns meist in einer Situation befinden, die uns zuwider ist.
Wir hoffen, dass es uns es bald besser gehen wird. Dass die Sorgen Beine bekommen und schnell weglaufen aus unserem Alltag.
Wenn man dies so betrachtet, dann scheint Hoffnung wie ein Stück vom Negativen zu sein.
Doch Hoffnung ist auch ein Teil vom Optimismus.
Denn ohne Hoffnung, sieht man am Ende des dunklen Tunnels auch kein Licht.
Ständig optimistische Menschen sind mir ein Rätsel.
Sie sind wie kleine Feen, mit bunten Glitzerflügeln.
Die überall ihren Feenstaub verteilen.
Und auch wenn ihnen ein Flügel bricht, behaupten sie stets, dass mit bisschen Zauber und Zeit alles wieder verheilt und gut wird.
Ich dagegen bin nicht so eine Fee.
Ich bin mehr ein Pessimist.
Ich ziehe mich emotional schnell runter und denke zu viel nach.
Das Nachdenken ist eh das Allerschlimmste an der ganzen Geschichte.
Denn je mehr man über die Situation nachdenkt, desto schlimmer sieht sie plötzlich  auch aus.
Und am Ende bleibt einem nur noch die Hoffnung.
Und wie schon gesagt, Hoffnung ist ein Teil vom Optimismus. Vom positiven Denken.
Es ist das Gute im Schlechten.
Man hofft inständig, dass sich alles wieder zum Guten wendet.
Hoffnung ist wie ein kleines, glitzerndes Staubkörnchen.
Und was ist mit den Menschen, die Hoffnung aufgegeben haben?
Das sind letztendlich die Menschen, denen wir bisschen eigene Hoffnung schenken sollten.
Denn es sind solche die innerlich vollkommen leer sind.
Es sind die Menschen, die nichts fühlen können. Es sind die, bei denen jegliche schöne Momente aus ihrem Leben ausradiert wurden. Im Fokus steht nur das Negative. Sie sind wie wir Alle, gefangen in einem Tunnel, nur in ihrem brennt kein leitendes Licht. 

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