Eine Frage des MILIEUs

"Können wir den Krebs besiegen?"

01.07.2019 - Lothar Hirneise

Wenn ich dem Wort „können“ ein kleines t hinzufügen würde und daraus dann ein „könnten“ wird, wäre ich sicherlich in der Lage diese Frage äußerst positiv zu beantworten. Doch ohne das t lautet die Antwort auf diese Frage schlicht und ergreifend: Nein!

Sollten Sie jetzt irgendwo in ihrer Großhirnrinde verzweifelt nach Artikeln suchen, in denen sie gelesen haben was es doch für große Fortschritte in den letzten Jahrzehnten in der Onkologie gab, dann schauen Sie bitte zuerst einmal auf diese Statistik:

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Wie Sie unschwer erkennen, ist die Anzahl der Krebstoten seit Jahren ansteigend. Bei manchen Krebsarten wie zum Beispiel Brustkrebs ist die Lebenserwartung sogar schlechter als vor 20 Jahren. Nur bei relativ seltenen Krebsarten wie Leukämien oder Lymphdrüsenkrebs gab es zumindest statistisch gesehen Fortschritte. Doch bei fast allen anderen Krebsarten, den so genannten „epithelialen Krebsarten“, wie Brust-, Pankreas-, Lungen-, Prostata- oder Darmkrebs, gab es nicht nur keine Fortschritte, sondern teilweise sogar Rückschritte.

Wahrscheinlich fragen Sie sich jetzt, was denn mit den Milliarden an Forschungsgeldern passiert ist und wie es kommt, dass man fast jeden Monat über neue Erfolge in der Krebstherapie lesen kann? Die Antwort darauf ist relativ einfach. Weil sie als Patient und als medizinischer Laie genauso belogen werden wie junge Medizinstudenten an den Universitäten und engagierte Ärzte in ihren Praxen. Doch wir müssen aufhören, uns immer wieder über die Lügen von Pharmafirmen zu wundern und so zu tun, wie wenn Lügen für Pharmafirmen bzw. deren erweiterten Handlanger (Politiker), nicht so selbstverständlich wären wie für uns der morgendliche Kaffee. Der Großteil der deutschen Bevölkerung akzeptiert ja inzwischen sogar, dass ein ehemaliger Pharma-Lobbyist Gesundheitsminister ist! 

Wir müssen anfangen zu verstehen, dass es bei Pharmafirmen und in der Politik ausschließlich um Geld und Macht geht und wir daran nur sehr schwer etwas ändern können. Was wir dagegen ändern können, ist das Gespräch mit unserem Onkologen. Wir können uns selber im Internet schlau machen welche Studien es gibt, wer diese Studien finanziert bzw. durchgeführt hat und ob es eventuell Alternativen zu den Standardtherapien gibt. Natürlich haben mir schon viele Patienten erzählt, dass viele Ärzte so eine Vorgehensweise überhaupt nicht mögen und sich sofort angegriffen fühlen im Sinne von: „Habe Ich jetzt Medizin studiert oder Sie?“ Doch Ihnen muss bewusst sein, dass es bei Krebs um Ihr Leben geht und wenn es einem Arzt nicht passt, wenn Sie von Erwachsenen-Ich zu Erwachsenen-Ich sprechen wollen, dann suchen Sie sich einen Arzt der dazu in der Lage ist. 

Ich habe in meinem Leben sehr viele konventionelle und nicht-konventionelle Onkologen kennenlernen dürfen und die meisten waren liebenswerte Ärzte, die nur das Beste für Ihre Patienten wollen, egal ob diese jetzt Chemotherapien oder Vitamin C Hochdosistherapien verordneten. Unsere Aufgabe im Jahr 2019 ist zu verstehen, dass ein Onkologe uns einen Behandlungsvorschlag unterbreitet und es unsere Aufgabe ist, diesen bis ins kleinste Detail zu überprüfen. Natürlich können Sie auch darauf vertrauen, dass ihr Arzt schon weiß was er tut und sich 100% auf sein derzeitiges Wissen verlassen. Doch in Anbetracht von 250.000 Krebstoten im Jahr 2019 allein in Deutschland kann ich dieses Vorgehen höchsten als suboptimal bezeichnen. Bei metastasierten Patienten, welche palliativ behandelt werden sollen, kommt so ein Vorgehen sogar einer kompletten Aufgabe gleich, denn am Ende jeder palliativen Behandlung steht zu 100% der Tod. Wie heißt es schon bei den Bremer Stadtmusikanten: „Etwas Besseres als den Tod findest du überall“. 

Ich kann natürlich sehr gut verstehen, dass man als Patient eigentlich zu einem Onkologen geht in der Hoffnung, dass dieser einem mit seinem medizinischen Wissen helfen kann und die optimale Therapie empfiehlt. Doch hier muss man heutzutage ganz klar sagen, dass wenn es um Krebstherapien geht, ist hier der Wunsch der Vater des Gedankens. Die Diagnose Krebs verwirrt fast jeden Menschen und daher sind viele nicht mehr in der Lage strukturiert und logisch zu denken. Daher geben Sie die Verantwortung in die Hände ihres Arztes und vergessen komplett ihre Eigenverantwortung an der Heilung. Gerade dieser Punkt, und zwar ohne irgendeine Schuldzuweisung, wird leider immer noch vollkommen unterbewertet, bei Patienten und bei Ärzten. Solange alle noch glauben, dass Krebserkrankungen nichts mit dem Leben von Patienten zu tun haben, sondern nur mit „unbeeinflussbaren“ Genen, wird sich in der Onkologie nichts ändern. Also bleibt uns nur übrig, es als normal anzusehen, dass in Deutschland täglich über 700 Menschen an Krebs, und an Krebstherapien, sterben.  

Ich möchte diesen Artikel nicht beenden ohne Ihnen in wenigen Worten aufzuzeigen, wie wir Krebs besiegen könnten. Zuerst einmal brauchen wir wieder Grundlagen- und keine ausschließliche Patentforschung. Wir müssen endlich herausfinden, was Krebs ist und wie man ihn am besten therapieren kann. 100% der Forschungsgelder gehen heutzutage in Patentforschungen und die meisten dieser Forschungen gehen auch noch von der anachronistischen Mutationstheorie aus, die eigentlich seit Jahren widerlegt ist bzw. mit weiteren Forschungen für immer ad acta gelegt werden könnte. Desweiterem benötigen wir endlich echte onkologische Studien und nicht wie seit jetzt über 50 Jahren nur Studien, bei denen Chemotherapie A mit Chemotherapie B verglichen wird. Hinzu kommt, dass diese Studien ausgerechnet von den Firmen gemacht werden, welche die Medikamente der Studien verkaufen (wollen). Wie war das nochmal mit dem Bock und dem Gärtner? Ferner benötigen wir Pulitzer Preisträger oder andere sehr bekannte Journalisten, die sich getrauen, Dogmen der Onkologie in Frage zu stellen und nicht die rückgratlosen Journalisten der Mainstream Medien. 

Doch es gibt Internet sei Dank inzwischen andere Lösungsansätze. Wir haben heute soziale Medien die eine größere Reichweite haben als ARD und ZDF zusammen. Wie erfolgreich diese sein können, sehen wir gerade in unserem Nachbarland Polen, in dem innerhalb weniger Tage auf Youtube mehr als 23 Millionen! den Film: Sag es Niemandem, gesehen haben. In dem Movie des polnischen Regisseurs Tomasz Sekielski geht es um Kindesmissbrauch in der katholischen Kirche und er hat es geschafft, dass sich nicht nur der Papst damit beschäftigt hat, sondern auch die polnische Regierung. Journalisten wie Tomas Sekielski könnten auch die weltweite Onkologie verändern!

Natürlich gibt es auch die theoretische Möglichkeit, das Krebspatienten auf die Straße gehen und gegen die barbarischen Umstände in der Onkologie demonstrieren oder sich schon vor einer Krebserkrankung informieren, welche erfolgreichen Therapien es weltweit und nicht nur in deutschen Universitäten gibt. Doch wenn wir die Impfdiskussionen der letzten Monate gesehen haben, ist die Wahrscheinlichkeit, dass dies passiert, genau so groß, wie dass Amerika in absehbarer Zeit einen friedvollen Präsidenten bekommen wird. 

 

Lothar Hirneise ist Vorstand des Vereines Krebs 21, Mitbegründer des 3E Zentrums und Autor der bekannten Krebsenzyklopädie Chemotherapie heilt Krebs und die Erde ist eine Scheibe: Enzyklopädie der unkonventionellen Krebstherapien. Seit vielen Jahren bereist er als Krebsforscher die ganze Welt auf der Suche nach den erfolgreichsten Therapien bei Krebs. Durch die von ihm begründeten Kausanetik- und 3E-Programme ist er international anerkannt als eine der wenigen Kapazitäten auf dem Gebiet der ganzheitlichen Krebstherapien. Seine Zeit verbringt er derzeit vor allem mit Reisen, sowie den Bereichen “Forschung und Entwicklung” und “Schreiben”.

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