Rapper im Interview

Manuellsen: "Unsere Welt ist verloren an der eigenen Dummheit"

15.07.2015 - Cihan Köse

Auf seinem neuen Album rappt er sich den Frust von der Seele und prophezeit den Untergang der aktuellen Rapszene. DAS MILIEU sprach mit Rapper Manuellsen über den Werteverlust unser Jugend, das Versagen des Staates im Umgang mir Migranten und über die Gründe für seine härtere Musik.

DAS MILIEU: Was ein erfülltes Leben betrifft, sagt mein Opa: „Früher hatten wir nichts, das war unser Problem!“ Hingegen werde ich als Opa sagen: „Früher hatten wir alles, das war unser Problem!“

Manuellsen: Nein, so ist das nicht. Zu Zeiten unserer Großeltern war es zwar so, dass sie nichts hatten, aber sie hatten Werte. Es waren Werte, die unverhandelbar waren. Diese Werte existieren in unser heutigen Gesellschaft und ganz besonders in der Jugend so gut wie gar nicht mehr. Im Internet habe ich mal ein Bild gesehen, auf dem ein Liebespaar von um die 80 Jahre zu sehen war, die Arm in Arm auf einer Bank sitzen. Unter dem Bild stand in etwa: „Wieso wir immer noch glücklich sind? Wir kommen aus einer Zeit, in der wir Dinge, die kaputt gegangen sind, noch repariert haben“. Daher würde ich sagen, dass es für unsere Großeltern nicht ein Problem war, nichts zu haben, ganz im Gegenteil – es war ihre Rettung! In dem Moment, wo du materiell gesehen nichts hast und nur aneinander festhalten kannst, wächst du mit ganz anderen Werten auf.  

DAS MILIEU: Woran fehlt es der heutigen Generation konkret?

Manuellsen: Ihr fehlt es an Rückgrat und Respekt vor jedem als Menschen! Wir sind vollkommen verroht und herzlos. Die Diskussionen und Debatten, die sich im Netz austragen, spiegeln das wieder. Da kann ich nur mein ernüchterndes Fazit ziehen: Unsere Welt ist verloren an der eigenen Dummheit!

DAS MILIEU: Noch nie zuvor war es so einfach, sich Wissen anzueignen und seine Vernunft in Freiheit zu nutzen. Eigentlich müssten wir mittlerweile eine aufgeklärte Gesellschaft sein. Wie kann es in Deutschland dennoch angehen, dass Rassismus immer noch nicht vollkommen ausgemerzt wurde?

Manuellsen: Hinter dem Dritten Reich stand eine faschistische Ideologie, eine Überzeugung. Das führte zur Antipathie der Deutschen gegen ihre jüdischen Mitbürger. Man fühlte sich durch ihre andersartige Kultur und Lebensweise zunächst irritiert und letztendlich gestört. Diese Abneigung war zwar absolut schwachsinnig, aber gründete auf einer Ideologie, die damals vorhanden war. Aber heute?! Es kann mir doch keiner mehr sagen, dass hier nach 70 Jahren wirklich noch in Arier und Nicht-Arier geteilt werden kann. Wenn mir heute jemand mit diesem Scheiß ankommt, kann ich ihn einfach nicht mehr ernst nehmen.

Leider gibt es ein paar bösartige Schwachköpfe, die diesen menschlichen Grundhass dennoch ausnutzen. Die fahren dann in Plattenbauten im Osten und imponieren dort mit ihren Anzügen und ihren Worten einen Haufen saufender und kiffender Jugendliche ohne Perspektive, gaukeln denen eine Welt und Perspektiven vor und verbreiten so ihr Gedankengut. Und als Bindemittel wird dann Hass genommen. Die wirkliche Überzeugung, dass z.B. Migranten Deutschland angeblich schaden würden, gibt es selten in deren Herzen. Das gilt aber nicht nur für Rechtsradikale, sondern genauso ist es auch bei Salafisten, die einfach Frust, Wut und Perspektivlosigkeit von jungen Menschen nehmen, das alles in Form von Hass bündeln und gegen eine andere Gruppe richten. Bei Salafisten heißt es dann immer, dass angeblich Allah es ihnen vorschreibt. Dass von den naiven Anhängern wirklich auch nur ein einziger den Koran aufgeschlagen, die Verse gelesen und sie reflektiert hat, geschieht in den seltensten Fällen! Und die Zeit scheint ideal zu sein: Die Menschen suchen einfach nach einer Leitfigur, weil das Leben schon schwer genug erscheint und sie einfach überfordert sind.

DAS MILIEU: Kannst du verstehen, dass sich Migranten in Deutschland darüber beschweren, dass sie nicht akzeptiert werden und sich dadurch hier nicht heimisch fühlen?

Manuellsen: Teilweise. Ich bin einer von denen, der mit seiner Hautfarbe nun wirklich augenscheinlich einen Migrationshintergrund hat. Die teilweise gegenseitige Abneigung von Migranten und Nicht-Migranten kann ich verstehen. Auf beiden Seiten gibt es Menschen, die den jeweils anderen einfach scheiße behandeln. Der beste Weg, wie ein Mensch die Welt sehen sollte, ist, dass er sie in die Kategorien 'Gut' und 'Böse' teilt. Also wenn ich die Wahl habe, mit einem ‚Muslim‘ abzuhängen, der hinterhältig und im Herzen böse ist, oder einem Rechtsorientierten, der aber vom restlichen Charakter astrein ist, dann hänge ich lieber mit dem Rechtsorientierten ab.

DAS MILIEU: Menschen mit Migrationshintergrund leben teilweise schon in der vierten Generation hier in Deutschland. Welche Bedeutung hat es, dass Fußballnationalspieler wie Mesut Özil oder Jerome Boateng die deutsche Nationalhymne nicht mitsingen?

Manuellsen: Stell dir vor, Mesut Özil singt mit der Hand auf der Brust die deutsche Nationalhymne. Viele Deutsche werden einfach sagen, dass er sich einschleimen oder Ähnliches möchte. Seine türkischen Fans werden ihm Verrat vorwerfen. Diese Jungs stehen da extrem unter Druck, was eine große Schweinerei ist. Was uns hier in Deutschland fehlt, ist das Aufeinander-Zugehen, damit wir endlich zu einer Nation wachsen. Wenn wir Migranten und Nicht-Migranten in Deutschland endlich alle zusammenkriegen würden, dann hätten wir ein so wundervolles Leben! Aber es gibt leider Spalter in Springerstiefeln oder langen Bärten, die die Leute auf ihre Seite ziehen wollen.

Wenn man nur guckt, wie viele Nationen sich hier in Deutschland zusammenfinden – wir könnten so unglaublich viel voneinander lernen, aber hier will niemand vom Anderen lernen! Du hast türkische Väter, die seit 30 Jahren hier leben und kein Wort deutsch sprechen. Wie kann das angehen? Dann hast du aber auch seinen Nachbarn, der seit 30 Jahren neben ihm wohnt und nicht mal Selam Aleykum aussprechen kann. Die Leute haben hier einfach keinen Bock aufeinander, was auch an den täglichen Horrormeldungen in den Medien liegt.

DAS MILIEU: Was muss in Deutschland geschehen, damit wir uns endlich als eine geschlossene Einheit verstehen?

Manuellsen: Wenn ich das wüsste, wäre ich wohl Millionär oder tot. Aber wahrscheinlich braucht es eine Katastrophe. Erst wenn eine Katastrophe von einem großen Ausmaß das ganze Land erschüttern würde, wären wir alle betroffen. Und wie würden wir da wieder herauskommen? Indem wir zusammenhalten!

DAS MILIEU: Der demographische Wandel und Prognosen zeigen uns, dass Deutschland ohne Einwanderer immer weiter schrumpfen wird. Anders ausgedrückt: Irgendwann wird es nur noch Deutschen mit Migrationshintergrund geben. Wie erklärst du dir das?

Manuellsen: Dass wir immer weniger werden, liegt daran, dass wir ein ganz anderes Wertesystem haben. Während das deutsche Ehepaar Karriere machen will und die Entscheidung für ein Kind von dem Einkommen abhängig macht, wird bei uns die Entscheidung für ein Kind nicht vom Portmonnaie abhängig gemacht. Die deutsche Mentalität heißt, einmal im Jahr in den Urlaub zu fahren, ein tolles Auto und auch noch ein schickes Haus zu besitzen. Dann brauchen die Kinder natürlich jeder ihr eigenes Zimmer. Hingegen in unserer Kultur weißt du selbst, wie das ist: Ob ein, zwei, drei oder vier Kinder, abends heißt es nur von Vater oder Mutter: „Regt mich nicht auf, geht alle in das Zimmer und schlaft!“ (lacht) – alles ganz unkompliziert. Bei unserer Mentalität ist es egal: Das Auto ist scheiße, die Wohnung ist scheiße, der Fernseher ist scheiße. Alles ist einfach scheiße – aber öffnest du den Kühlschrank, findest du das Paradies. Und all unsere Kinder sind doch groß und stark geworden, also wo ist das Problem?

DAS MILIEU: Der ehemaliger Rapper Deso Dogg kämpft nun auf der Seite des IS. Du kanntest ihn. Wie kommt es dazu, dass jemand der hier geboren und aufgewachsen ist, jetzt gegen dieses Land Krieg führen möchte?

Manuellsen: Vorweg gesagt, diesen Abu Maleeq, unter dem Namen ihn die Welt kennt, den kenne ich nicht. Deso Dogg alias Denis Cuspert, den kenne ich hingegen schon. Von damals weiß ich noch, dass er ein guter, starker und furchtloser Junge war, zu dem sein ganzer Bezirk aufgeschaut hat. Aber das Berliner Ghettoleben, in dem er aufgewachsen ist, bietet selbst bis heute vielen jungen Leuten keine Perspektive. Wenn dann diese jungen Menschen glauben, in solch einer Sache einen Sinn zu sehen, dann hängen sie sich rein und halten daran fest, weil ihr Leben sonst als sinnlos erscheint. Bei ihm kamen leider die falschen Leute zur falschen Zeit und haben das Falsche zu ihm gesagt. Für ihn schien es schlüssig und nun ist er das geworden, worunter die Welt ihn nun kennt. Dass ich das in keinster Weise befürworte, gar verabscheue, sollte jedem klar sein.

DAS MILIEU: Mich wundert es dann nicht, dass du dir in deinem Track 'Nachtschicht 3.0' die Frage stellst „Warum macht die Welt mich so böse?“. Wie schützt du dich davor, nicht einen Weg einzuschlagen, wie es auch Deso Dogg getan hat?

Manuellsen: Durch Wissen. Auch wenn ich kein Albert Einstein bin, bin ich ein pfiffiges Kerlchen. Ein wenig habe ich nun die Welt begriffen und zum Überleben folgenden Entschluss gezogen: Kopf in Deckung, Arsch an die Wand und gucken, dass du und deine Nächsten auf dem geraden Weg bleiben. Wenn wir alle das tun würden, würde auf jeden geachtet werden. Wie gesagt: 'Wenn'.

DAS MILIEU: In deinem Song 'Geboren und Gestorben hier' beschreibst du zunächst die Wahrnehmung von frustrierten Menschen aus den Plattenbauten und sozialen Brennpunkten mit „Die Fassade sagt Abschaum, doch die Herzen sind Gold […] unsere Hustler wollen raus, doch sie scheitern am Weg“. Es geht u.a. um Ausgrenzung und das Alleine-Gelassen-Sein von Teilen der Gesellschaft und Politik. Dazu ziehe ich den § 323c aus dem Strafgesetzbuch heran:

Unterlassene Hilfeleistung

Wer bei Unglücksfällen oder gemeiner Gefahr oder Not nicht Hilfe leistet, obwohl dies erforderlich und ihm den Umständen nach zuzumuten, insbesondere ohne erhebliche eigene Gefahr und ohne Verletzung anderer wichtiger Pflichten möglich ist, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft.
    
Was hältst du davon die Politik und die Gesellschaft aufgrund unterlassener
Hilfeleistung anzuzeigen?


Manuellsen: Wir als Migranten haben es doch schon immer gewollt, auf irgendeine Weise Anklang zu finden und vernünftig zu sein. Nachdem wir immer wieder versucht haben, uns zu integrieren und dabei nur auf Abneigung und Ablehnung gestoßen sind, haben wir als große und enttäuschte Masse gesagt: „Wenn ihr uns nicht helfen wollt, dann helfen wir uns eben selbst“. Alleine die Tatsache, dass wir beispielsweise bei Bewerbungen mit unseren schwarzen Haaren viel öfter abgelehnt werden, zeigt doch, dass etwas überhaupt nicht stimmen kann. Viele haben sich nun für den härteren und stolzen Weg der Unabhängigkeit entschieden. Dort arbeiten sie zwar ihre 10-12 Stunden am Tag, verdienen dann aber ihr eigenes Geld.
Und was die unterlassene Hilfeleistung betrifft, will sich doch in Deutschland niemand diesen Schuh anziehen. Dann wird es immer heißen, in welcher Weise sie uns angeblich immer geholfen haben. Es geht nicht darum, dass nie etwas kam. Vielmehr geht es oftmals um die Art und Weise, wie uns etwas angeblich angeboten wurde. Aber unsere Mentalität macht das nicht mit. Wenn uns jemand beim ersten Mal mit einem 'Nein' begegnet, dann begegne ich ihn daraufhin mindestens drei Mal mit einem 'Nein'. Dann kann man uns hinterherlaufen und noch so viele Angebote machen, aber wir nehmen nichts mehr an. Natürlich machen wir dann teilweise die Arbeit, die kein Deutscher machen will, also all die Dinge, die nicht unbedingt soziales Prestige bedeuten.

DAS MILIEU: Der Titel deine Albums lautet 'KillEmAll'. Der Großteil der Lieder hört sich an, als wärst du von Teilen der Gesellschaft und Menschen sehr enttäuscht. Es wirkt, als hättest du dir viel Wut und Frust von der Seele geschrieben...

Manuellsen: Ja, absolut. Wenn du meine anderen fünf Album hörst, wirst du merken, dass ich bei den autobiographischen Tracks den Fehler immer bei mir gesucht habe. Das waren ehrliche Worte, die in Teilen mich therapiert, aber in anderen Teilen wiederum auch negative Folgen hatten. Positives Feedback gab es damals nie, denn die Leute haben meine Höflichkeit mit Schwäche verwechselt. Während ich mir immer wieder anhören musste, dass ich zu höflich sei und zu viel lachen würde, habe ich nun bei 'KillEmAll' den Spieß umgedreht und mir alle anderen vorgeknöpft. Beim Schreiben der Zeilen war es mir dennoch wichtig, dass ich immer nur die Realität darstelle und nicht wie ein primitiver Spinner irgendwelche Lügen verbreite. Da meine Art vorher nicht funktioniert hat, sollte es wohl nur über diesen Weg gehen, der 'Let's Fight!' lautet. Kaum war mein Track 'Gerüchte 2.0' draußen, habe ich gemerkt, dass keiner dieser Rapper, die gerade ihren Höhepunkt erleben, mir in irgendeiner Weise gewachsen ist. Ob intellektuell, körperlich, musikalisch oder der Einfluss auf der Straße.

DAS MILIEU: Ich muss gestehen, dass ich irritiert war, als auf deinen Tracks auch öfters Aussagen kamen wie „Ich fick ...“. Das hat in mein Bild von dir erst mal überhaupt nicht gepasst. Wieso auf einmal diese Wortwahl?

Manuellsen: Ich will es dir mal so erklären: Du kannst der beste Handballspieler der Welt sein. Als Kind bist du mit dem Handball im Arm eingeschlafen, hast jeden Tag trainiert, alles gewonnen, was es gibt und schließlich bist du der Beste geworden. Aber was bringt dir auf einem Platz, wo Football gespielt wird, deine Handballkunst? Weniger als Nichts! Kurz gesagt: Ich habe das Spiel nach deren Regeln gespielt und trotzdem gewonnen!

DAS MILIEU: Früher haben wir als Kinder zum Schlafengehen Batman-Comics gelesen oder uns wurde eine Gute-Nacht-Geschichte vorgelesen. Heute liegen Kinder im Grundschulalter vor dem Einschlafen mit Handys im Bett und schauen dabei harte HipHop-Videos an. Was müssen sich Rapper klarmachen, die nun ein viel jüngeres und naives Publikum erreichen?

Manuellsen: Auch wenn es so ist, sollten Künstler deshalb nicht damit beginnen, sich einzuschränken. Die Verantwortung liegt hier eindeutig bei der Erziehung durch Eltern. Sie haben die Entscheidung, ob sie ihrem kleinen Kind schon ein Facebook-/YouTube-taugliches Handys geben wollen oder nicht. Als Rapper und Künstler setze ich mich auch mit Themen aus Lebensabschnitten auseinander, die von der Wortwahl und vom Inhalt auch für Kleinkinder ungeeignet sind.

DAS MILIEU: Um kommerziell erfolgreich zu sein, ist es wichtig, so viele Zielgruppen wie möglich zu erreichen, auch die Jüngeren. Wie würden sich vor diesem Hintergrund die HipHop-Kultur und Texte verändern, wenn man diese große Menge an potentiellen neuen Fans erreichen und gewinnen will?

Manuellsen: Wie du schon richtig sagst: HipHop ist eine Kultur! Dabei sind die Fans eher an den Künstlern gewachsen, als die Künstler an den Fans. Und diese haben schon immer ihr provokatives und anstößiges Ding gemacht, das frei von jeglichen Grenzen war. Was die neuen Fans im Grundschulalter betrifft, muss ich ganz klar sagen, dass die bei uns hier teilweise schlimmer reden, als die 30-Jährigen (lacht).

DAS MILIEU: In einem deiner letzten Interviews hast du gesagt, dass du keine kommerzielle Musik machen möchtest, weil du dann nicht funktionieren würdest und deinem Herzen untreu wirst. Wie hältst du die Balance zwischen Kommerz und ehrlicher Kunst?

Manuellsen: Die kommerzielle Musik in dieser Form gibt es eigentlich gar nicht mehr. So um die Jahrtausendwende herum ging man noch zu einem Musiklabel und plante eine Boyband. Dann wurden ein Schönling, ein Badboy, ein Reiferer usw. gecastet, die dann solche 'Baby, I Love You, Baby, I Miss You'-Songs gemacht und die Charts aufgemischt haben – das war das kommerzielle Konzept. Heute schaust du die Top Ten an und findest auf Platz 1 den Rapper Haftbefehl und auf Platz 2 die Pop-Queen Madonna. Heutzutage lautet die Formel für kommerziellen Erfolg: Je heftiger du dein Produkt im Internet und im Social Media verbreitest, und je intensiver du auch anderweitig die Leute entertainst, desto erfolgreicher wirst du.

Jeden einzelnen Fan, der heute noch sagt: „Manuellsen ist der shit! Ich geh' und kauf' mir seine Sachen!“ habe ich mir erspielt. Es gibt Künstler, die haben einen Hype und sind in relativ kurzer Zeit erfolgreich. Was passiert, wenn die aber mal kein Album für ein halbes Jahr rausbringen? Dann sind die weg vom Fenster, da auch das Internet viel zu schnelllebig geworden ist und sie somit leicht ersetzbar sind. Meine Fans hingegen sind mit mir einen Weg von über zehn Jahren gemeinsam gegangen. Wenn ich mal für ein halbes Jahr untertauche, werde ich vermisst – andere jedoch nicht! Die Zeilen meiner Texte stehen seither für Power und es war mir immer scheißegal, ob es sich verkauft hat oder nicht – meine Musik war immer Manuellsen!

DAS MILIEU: Vielen Dank, Manuellsen.

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