Gedicht

Neujahrsreim

01.01.2020 - Eva Vos

Ich sitze hier in meinem stillen Heim
und suche nach dem perfekten Neujahrsreim.

Ich schüttle mein Gehirngewinde
 ob ich dann ein Gedichten finde?
  
Das Ergebnis vom Gewackel liest du hier.
Und jeden Buchstaben davon schenke ich dir.

Du meinst ich hätte mir all meine Mühen
schenken können und stattdessen Schaumwein versprühen sollen? 


Du meinst da spritzt mehr Qualität an die Luft?
So ein gemeiner Kritiker, dieser Schuft.

Ich dichte hier doch nicht nur zum Spaß.
Außerdem wird man vom Schaumwein nass.

Und braucht eine neue Garderobe.
Ich würde mich freuen, wenn ausnahmsweise einer lobe.

Traurig bin ich jetzt und es wird immer schlimmer.
Ich ziehe mich zurück in mein dunkles Zimmer.

Verstecke mein errötetes Gesicht.
Das war fürs Neujahr mein mieses Gedicht.

Es muss doch nicht immer was soll gelingen.
Die Logik, der Sinn, man kann’s nicht erzwingen.

Schäme mich nicht meiner wirren Gedanken.
Wo mein Geist ist, haben andere Schranken.

Und meine sind zum Neujahrsfest geöffnet, das ist heut so.
Die meisten nervt es, doch reicht es, wird nur einer davon froh.  

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