Gedicht

Rosenduft

15.08.2016 - Tooba Qaiser

Im Feld regt und bewegt sich nichts,
im Trübsinn liegt die Welt vor sich,
im Gewölbe des Himmels türmen Gedanken sich,
der Wind streichelt sanft das Erdengesicht,

Im Dämmerlicht lernt die Seele atmen,
dein Geist schwingt hinauf zu den höchsten Sphären,
Frieden herrscht rundum und ganz leise erklingt,
meine Lebenssinfonie, die eine Nachtigall singt

Meine Herzensgeschichte füllt den Raum um mich,
noch nie war die Einsamkeit so verführerisch,
im Rosenduft mengen Erinnerungen sich,
sein Antlitz lebt in meiner Augen Licht

Wie seltsam wirkt doch das Weltenspiel,
wenn Trennung birgt das höchste Lebensziel,
wenn Tränen singen das reinste Liebeslied,
und füllen den See, wo wahre Sehnsucht liegt

Wenn Vergangenheit zwingt zu Demut dich,
und Dankbarkeit spricht: Warum tatest du nichts,
als Liebe wohnte in jedem Blick,
bevor das Auge schloss für immer sich

Als dein Lächeln ward sein Lebensglück,
deine Freude erlosch seinen Leidensdruck,
als deine Träne war seiner Nächte Pein,
seine Gebete galten dir, die Krankheit war klein

Ich wünschte dein Herz würd schlagen noch,
der Dienst an dir wär mein selig Joch,
das Paradies auf Erden wollt schenken ich dir,
die Zeit war zu kurz für meine Liebe zu dir

Im Moment des Scheidens war ich nah dir,
keine Klage runzelte die Stirn dir,
der Sinn des Lebens sei drum erfüllt dir,
das wünscht deine Tochter von Herzen dir

Nichts bin ich und nichts will ich sein,
aus Staub gemacht, als Staub rein,
möcht gehen ich einst in die Erde Dein,
Lass bitte mein Leben nicht verschwendet sein

Ich gehe voller Hoffnung am Wegesrand,
im Mondschein leuchtet mein Seidengewand,
die Rose trag ich in meiner Hand,
ihr Duft soll zieren mein Lebensgewand

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