Gedicht

Schrei(b) Freiheit!

01.06.2014 - Faten El-Dabbas

Im Spiegel meines Unterdrückers

im Schatten meiner Freiheit

schreibe ich heute Worte nieder

aneinandergereiht

sie nach einem Ende schreien

sie gehen in sich

doch kein Ende in Sicht!


Mein Zustand sich widerspiegelt im Schriftzug

in meinen Worten suche ich Zuflucht

tauche unter, schreibe im Dunkeln

auf dass sie das Dunkle erhellen

auf dass ich übertrete die Schwellen

und mein Gegenüber

kein mir Überlegener

mehr ist.


Zugeklebt mein Mund

in Fesseln meine Hände

doch schreibe ich die Worte nieder

schreibe sie immer wieder

auf Papier und Zellenwände

aneinandergereiht

sie nach einem Ende schreien -

auf dass morgen die geliebte Freiheit

meinen Worten Stimme verleiht

auf dass morgen diese Worte


meiner Freiheit Flügel verleihen!

 

 

 

 

 

Foto: © Ruths138

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