Gedicht

Selbst

01.01.2020 - Tahira Guddat

Tränen, abgeblättertes Gold zerrann in die Tiefen der Liebesmüh,

unbefleckter Stolz irrte ungestüm des Wanderers Zunge Ruh.

Ward gefunden Ein Jenes, so ward gefallen Dieses.

Gespickte Schuhe trugen sie alle aus Erinnerungen und ein kleines Etwas

pochte unaufhörlich,  nichts blieb, es zerfiel zu Asche.

Diese und Jene Augen wanderten auf und ab, suchten vergebens

des Glückes Schmied Schopf zu fassen, doch es hallte

aus jeder so erdenklichen Ecke,  Suche dich, denn deines Selbst

kann kein anderer erlangen.  Du bist du und sie sind sie.

Einmalig in jeder Silbe unverbrochen, unverwundten,

unerzwungen.

Suche Verse, deine eigenen, keine anderen.

Siehe hin des anderen Segen brächte dir Fluch.

Denn ihr seid doch verschieden, nicht gleich.

Auch wenn ihr oft wacht bei Fuß,

es steht dort auf Asphalten getragen

ein Ich, es wächst aus Kinderschuhen, erwacht zu voller Blüte,

in ein und dem selben Wagen.

Bismillah

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