Profi-Fußballer im Interview

Uli Borowka: "Wer Leistung bringt, darf besoffen vom Stuhl fallen"

01.06.2014 - Cihan Köse

Als Profi-Fußballer bei Borussia Mönchengladbach und Werder Bremen galt er zu seinen Zeiten als bester Verteidiger. Doch jahrzehntelang führte er ein Doppelleben als Sportler und Alkoholiker. DAS MILIEU sprach mit Uli Borowka über sein Leben als Fußballer und Alkoholiker, seinen Selbstmordversuch, den Weg zur Heilung, Alkohol als Volksdroge und sein Engagement für Suchtprävention und Suchthilfe.

DAS MILIEU: Sie hatten Geld im Portmonee, Erfolg auf dem Sportplatz und Anerkennung bei Fans und der Familie. Wenn Ihr Leben ein Puzzle wäre, sollte das Puzzlestück 'Alkohol' die Lücke im Rahmen, oder doch eher etwas im Inneren schließen?

Borowka: Ich denke es ist nicht am Rand, es ist im Inneren. Das Ganze gehört zu meinen Leben dazu. Deswegen gehört es auch in den inneren Bereich, weil ich das nicht einfach ungeschehen machen kann. So wie ich heute darüber denke, habe ich nicht nur das Positive aufgearbeitet, sondern auch das Negative: die Sucht! Mit Sicherheit hat das einen ganz großen Bestandteil meines Lebens und gehört somit ins Innere.

DAS MILIEU: Und welche Bedeutung hatte der Alkohol damals für Sie?

Borowka: Einerseits zum Unterdrücken der Gefühle, um Ängste zu bewältigen, besonders Versagens- und Existenzängste. Ganz zum Schluss brauchte ich den Alkohol als Ventil, um auch Stunden vor mir selber Ruhe zu haben.

DAS MILIEU: Als Sie sich Ihre Sucht nicht eingestehen wollten und morgens in den Spiegel geblickt haben: Was für einen Uli Borowka haben Sie damals Ihrer Meinung in die Augen geschaut?

Borowka: Also, ich war immer sehr selbstüberzeugt und hatte auch in all der Zeit eine falsche Selbsteinschätzung. Ich war der Meinung der allergrößte und allerbeste zu sein, was auch fatale Folgen hatte. Keine andere Meinung und keine anderen Gefühle habe ich damals zugelassen und dadurch bin ich natürlich in einem Teufelskreis gewesen, aus dem ich nicht mehr herausgekommen bin.

DAS MILIEU: Was hätten Sie sich insgeheim von Ihrem Umfeld wie Familie, Fussballverein und Freunden gewünscht? Hätte Ihr Umfeld Sie zu irgendetwas zwingen sollen?

Borowka: Nein. Ich war meiner Sucht verfallen und habe mir nicht helfen lassen, wenn mich Freunde, Familie oder wie auch immer auf mein Problem angesprochen haben. Alle habe ich ignoriert und mir hätte zu dem Zeitpunkt keiner helfen können, denn ich habe Leistung gebracht und genau das ist auch heute noch in der Gesellschaft so: „Wer Leistung bringt, darf auch ruhig einmal in der Woche besoffen vom Stuhl fallen.“ Nur wenn er keine Leistung mehr bringt, dann wird es enger. Dann fliegt er wahrscheinlich bald raus und verliert seinen Job.

DAS MILIEU: Daraufhin kamen sie im Jahr 2000 in die Klinik. Dort wurde Ihnen bewusst, dass Sie eigentlich schon ab 1984 psychisch abhängig waren. Für welche Anzeichen waren Sie 1984 blind und wie haben Sie diese Anzeichen damals gedeutet?

Borowka: Ein Suchtkranker hat eine eigene Vorstellung der Anzeichen, die auftauchen. Die gehören zu seinem Leben dazu und gehörten also auch zu meinem Leben dazu. Ich musste erst 2000 lernen, dass die psychische Abhängigkeit 1984 begann. Während des Trainings habe ich überlegt, wie und wo ich im Laufe des Nachmittags und im frühen Abend in aller Ruhe an Alkohol kommen kann. Du hast als Alkoholiker verdammt viele Ideen, um das Ganze geheim zu halten. Ich habe diese Überlegungen als etwas ganz Normales gewertet und mich damit gar nicht weiter auseinandergesetzt. Erst 2000 habe ich mich mit meiner psychischen Abhängigkeit auseinandergesetzt. Es war ja auch alles zunächst wunderbar: Ich war Fußballprofi und habe gutes Geld verdient – warum sollte ich mich da noch mit irgendwelchen Sachen auseinandersetzen?

DAS MILIEU: Im Comic „Superman“ geht Clark Kent in eine Telefonzelle und wird zu Superman. In dem Comic „Uli Borowka“ gingen Sie in die Klinik. Zu wem wurden Sie, als Sie wieder herauskamen?

Borowka: Das ist eine sehr interessante Frage. Ich kann nur sagen, dass ich ein anderer Mensch geworden bin, der nach der Klinik noch 10 Jahre gebraucht hat, um mit sich ins reine zu kommen, über mich nachzudenken und viele Sachen mit mir zu klären. Nun konnte ich auch sagen, dass mir der Alkohol von A bis Z geschadet hat und ich nun auch unbedingt trocken bleiben möchte, denn vom Leben wollte ich nun noch ein bisschen mehr haben. Das heutige Leben ist für mich viel schöner ohne Alkohol!

DAS MILIEU: Hat es für Sie in der Zeit als Alkoholiker Grenzen gegeben, wo Sie gesagt haben: Halt! Das wird jetzt zu viel?

Borowka: Also ich denke mal teilweise mit einem Tagespensum von einer Kiste Bier, einer Flasche Whiskey, einer Flasche Wodka, obendrauf noch Magenbitter – da weiß ich nicht, ob ich da noch was drauf gepackt hätte. Ich glaube schon, dass dieses das Ende der Fahnenstange meines Tageskonsums war.

Aber generell gab es keine Grenzen. Ich habe wirklich so viel getrunken, dass ich auch zum Teil Filmrisse hatte und absolut fix und fertig war. Aber bei mir war es dann so, dass ich mich innerhalb von ein paar Stunden erholt habe und wieder zum Training konnte. Das sind Situationen, die Außenstehende nicht nachvollziehen können. Für mich gab es keine Grenzen, denn ich war ein Adrenalinjunkie und habe das auf dem Fußballplatz genossen, aber leider genau so auch in den Kneipen.

DAS MILIEU: Ich kann mir vorstellen, dass man sich als suchtkranker Mensch ständig selbst belügt. Welche großen Lügen kann man da exemplarisch anführen?

Borowka : Dass ich trinken müsse, um entspannter aufs Leben blicken zu können. Das ist aber nichts Positives, wenn ich dazu Alkohol brauche. Alkohol, um aus dem normalen Leben zu fliehen, meine Probleme zu bewältigen, meine Gefühle zu unterdrücken – das alles hatte für mich dennoch nichts Positives.

Die größte Lüge war meine damalige Selbsteinschätzung. Ich habe mich belogen, um meine Gefühle und Ängste zu verdrängen. Das, glaube ich, ist ein ganz wichtiger Faktor. Heute kümmere ich mich um meine Gefühle und meine Ängste. Heute merke ich sofrot, wenn ich etwas habe. Damals habe ich mich und alle Menschen von A bis Z, die mich geliebt haben, belogen.

DAS MILIEU: Bei welchen Erinnerungen sind Sie selbst heute den Tränen nahe?

Borowka: Ja, Erinnerungen in dem Sinne, dass ich ja seit Oktober 2012 in Deutschland unterwegs in Schulen, Vereinen, Kliniken, Jugendarrest- und Vollzugsanstalten bin. Und wenn ich dann junge Menschen sehe, die anwesend sind und in Tränen ausbrechen, weil sie innerhalb ihrer Familie Suchtfälle haben. Ich sehe, dass fast jeder Mensch in seinem familiären Kreis oder Freundschaftskreis Suchtfälle hat – das nimmt mich mit! Außerdem ziehe ich daraus, dass wir viel zu viel Millionen suchtkranke Menschen haben. Nicht nur auf den Alkohol bezogen, sondern auch auf Medikamente, Drogen und Spielsucht. Für mich bedeutet das, dass ich mit dem Alkohol nichts mehr zu tun haben möchte, auch wenn ich bis an mein Lebensende gefährdet bin, rückfällig zu werden.

DAS MILIEU: Was waren für Sie die ausschlaggebende Gründe für den Weg in die Klinik?


Borowka: Ich selber wollte ja nie in die Klinik. Ich wäre ja alleine nie in die Klinik gegangen, wenn Chrisitian Hochstätter (Mitspieler aus Borussia Mönchengladbach) und Herr Wilfried Jacobs (ehem. Präsident von Borussia Mönchengladbach) mich nicht in die Klinik gebracht hätten. Ich selber war ja auch in der Klinik zunächst der Meinung, dass ich kein Problem habe, sondern alle anderen 200 Patienten der Klinik. Ausschlaggebend war, dass ich dort grausame Sachen mitbekommen habe, wie Menschen, die nur ein paar Monate zu leben haben bis hin zu einem Selbstmord. Das waren dann natürlich Dinge, die mich dann dazu geführt haben über mein Leben und über mich selber nachzudenken. Nach vier Wochen in der Klinik, konnte ich dann das erste Mal sagen: "Uli, du bist ein Alkoholiker und sei froh, dass du hier in der Klinik bist."

DAS MILIEU: Was hat Ihnen am meisten geholfen, um ins reine zu kommen?

Borowka: Die zehn Jahre, in denen ich mich aus der Öffentlichkeit verabschiedet und über mich sehr, sehr intensiv nachgedacht habe, sodass ich nun sehr viele Dinge endlich vernünftig einschätzen kann. Auch die Arbeit mit meinem Vereinen, wo wir uns heute nach wie vor für Kinder engagieren. Es gibt immer wieder neue Ansätze und Fortschritte und das jeden Tag und jede Woche. Und das hilft mir heute sehr.

DAS MILIEU: Im Hinblick auf die heutige Gesellschaft kann man einen übermäßigen Alkoholverzehr bei Jugendlichen beobachtet werden. Was glauben Sie, welches Monster kann gerade bei Jüngeren und generell durch den Alkohol geweckt werden?

Borowka: Ganz einfach, man sieht doch was heutzutage in Deutschland durch Alkohol und Drogen passiert. Die Gewaltbereitschaft vieler Jugendlicher steigt dadurch. Das sind Sachen, da muss mehr in Aufklärung und in Präventionsarbeit investiert werden. Man muss diese ganzen brutalen Geschichten in der Schule aufgreifen, es gibt da nämlich kein 'zu-früh' für Präventionsarbeit. Diese Kinder sind nämlich noch nicht in der Lage zu wissen, was sie ihrem Körper antun, durch Dinge wie „Flatrates-Saufen“. Es hakt nämlich auch daran, dass durch die Politik in Aufklärung und Prävention wenig bis gar nichts gemacht wird. Über jeden Mist wird gesprochen, aber der wichtige Teil im Leben, dass nämlich junge Menschen sich das komplette Leben versauen, bleibt so gut wie unbeachtet.

DAS MILIEU: Warum ist denn überhaupt Alkohol für viele junge Menschen eine Option?

Borowka: Ja, für viele, weil sie genug Probleme haben. Bei Untersuchungen ist wieder heraus gekommen, dass viel mehr junge Menschen vermehrt Alkohol trinken und das die Sucht im Alter auch immer schlimmer wird. Aufgrund von Existenzängsten zum Beispiel, denn wer heute 30 Jahre gearbeitet hat, kann von seiner Rente relativ schlecht leben und muss sich als Rentner noch einen Zusatzjob besorgen. Also irgendwas läuft komplett verkehrt und da ist für natürlich die Flucht in Richtung Alkohol vorprogrammiert.

DAS MILIEU: Sie sind Gründer des Vereins: „Uli Borowka Suchprävention und Suchthilfe.“ Wie ist die Vereinsphilosophie im Bezug auf Prävention und Alkoholverbot?

Borowka: Man kann ja sehr gut auf unserer Seite sehen, dass wir sehr, sehr viel für die Prävention machen. Ich bin in Schulen, wo ich teilweise vor 500 Schülern lese und mit denen diskutiere. Wir sind auch in Sportvereinen, weil ich es nicht nachvollziehen kann, dass sonntagsmorgens, wenn die Kinder um zehn Uhr spielen und die Hälfte der Erwachsenen mit Bierflaschen am Rand steht. Das sind für mich Sachen, die ich nicht mehr nachvollziehen kann. Die Erwachsenen haben die verdammte Pflicht Vorbilder zu sein! Und wenn ich das nicht bin, dann ist es auch kein Wunder, dass die Jugendlichen das nachmachen. Alkohol ist Kulturgut in Deutschland und ich verstehe viele Sachen nicht. Man darf in Deutschland nicht unter 18 Jahren auf die Sonnenbank, weil das gesetzlich verboten ist. Aber man darf mit 14 in Begleitung eines Erziehungsberechtigten in die Kneipe?! Das sind Sachen, die ich einfach nicht nachvollziehen kann. Wenn es von der Politik  gar nicht erwünscht und gewollt ist, dann können wir auch mit unserem Verein nur kleine Beiträge leisten.

Ziel unseres Vereins ist es unter anderem, den Jugendlichen die Augen zu öffnen, deshalb sind wir auch mit einigen Jugendarreste in Kooperation. Dort wollen wir diesen Jugendlichen zeigen, dass es nicht mehr der Hit ist zu saufen. 'NEIN!' zu sagen ist stark, sich mitziehen zu lassen ist schwach. Und das ist ja auch das, was viele Jugendliche wollen. Die sind alle in einem Verein, egal ob nun Sportverein, freiwillige Feuerwehr oder Schützenverein. Das Dazu-Gehören und der Gruppenzwang sind die Dinge, die alles kaputt machen.

Was das generelle Alkoholverbot angeht, hätte ich nichts dagegen, wenn man das genau so regelt wie die anderen Sachen. Gegen ein Verbot für Alkohol unter 18 Jahren hätte ich nichts dagegen, weil man dadurch unsere Kinder besser schützen kann. Wenn ich dann daran denke, dass wir in Deutschland jährlich 70.000 Tote durch Alkohol haben, dann läuft irgendetwas komplett in die falsche Richtung. Aber wenn das von oben nicht gewollt ist, dann ist das für alle, die sich für etwas einsetzen, ein fast aussichtsloser Kampf.

DAS MILIEU: Folgendes Szenario: Ein junges Paar kommt in Ihren Verein und erzählt, dass es ein Kind bekommen wird. Das Paar gehört jedoch einer Kultur an, in der Alkohol fast schon an der Tagesordnung steht. Wie sollte dieses Pärchen in der Erziehung, dem Kind den Umgang mit Alkohol erklären?

Borowka: Es ist brutal schwer, wenn man selber am Alkohol nahe dran ist, den Kindern aus der Position heraus zu erklären: 'Alkohol ist nicht gut für dich!'. Das ist ganz, ganz schwierig in unserer gesellschaftlichen Situation, weil in vielen Familien in der Erziehung schon extrem viel falsch läuft.

48% der alleinerziehenden Mütter leben unter dem Existenzminimum und haben deswegen zwei Jobs, um Ansatzweise an etwas Essen zu kommen und was auf dem Tisch zu haben – diese Mütter sind dann fix und fertig und sollen dann ihren Kindern noch alles erklären und bei den Schularbeiten usw. helfen?! Das geht einfach nicht! Bei uns in der Gesellschaft sind die meisten Menschen in ihrem Beruf brutal überfordert. Wenn man einfach mal durch die Gegend schaut, dann sieht man Menschen, egal ob am Montag oder am Sonntag, die nur Hektik, Druck und Stress haben, undzwar von morgens bis abends. Dann ist für uns doch klar, dass dieses ein gesellschaftliches Problem ist und worauf genau das zusteuert. Wenn wir das nicht endlich relativ schnell in den Griff bekommen, werden wir in paar Jahren noch mehr chaotische Zustände erleben, die wir jetzt schon durch die Alkohol-, Drogen- und Spielsucht haben. Wir leben in einer kranken Gesellschaft.

DAS MILIEU: WM 2014: Fussball, Tore, Chips und Saft statt Alkohol, geht das?

Borowka: Ich glaube, darüber könnte man Stunden, Tage und Wochen diskutieren. Das ist ein Thema, bei dem wir selbst noch keinen richtigen Nenner gefunden haben. Man braucht nun mal viele große Firmen, um den gesamten Breiten- und Leistungssport aufrechtzuerhalten. Ich kann mich da aber immer nur an die Erwachsenen richten und denen sagen: 'Denkt vorbildlich und geht verantwortungsvoll mit dem Alkohol um.’ Dann wäre vielen Menschen sehr geholfen. Aber ein absolutes Verbot für alle ist auch nicht der richtige Weg.

DAS MILIEU: Irgendwann war es bei Ihnen soweit, dass Sie einen Selbstmordversuch unternommen haben, der zum Glück gescheitert ist. Wie sahen Ihre letzten Momente und Minuten davor aus?

Borowka: Die kann ich relativ einfach beschreiben: Ich hatte alles verloren, alles war weg. Alles ging den Bach runter, Frau und Kinder waren weg. Da hat sich der Boden unter meinen Füßen geöffnet, ich habe Halluzinationen gehabt und dann gab es für mich in dieser Stunde keinen anderen Ausweg. Es ist dann wie in einem Tunnel gewesen und ich wollte das Leben nur noch beenden.

DAS MILIEU: Würden Sie damals den Begriff Selbstmord mit dem Begriff "Befreiung" gleichsetzen?

Borowka: Ich glaube, wenn man an diese scheinbare Lösung denkt und das auch durchziehen möchte, wirkt es in dem Moment so, als wenn es eine gewisse Befreiung von dem ganzen, zusammengekommenen Elend wäre.

DAS MILIEU: Was haben Sie empfunden, nachdem ihr Versuch gescheitert war?

Borowka: Nachdem ich dann nach 14 Stunden aufgewacht bin, habe ich mich geschämt und dann aber auch bis 2011 nicht über meinen Selbstmordversuch gesprochen. Erst wo wir mit dem Alex Raack (Mitarbeiter an der Biographie) darüber gesprochen haben meine Geschichte aufzuschreiben, kam mein Versuch an die Öffentlichkeit. Davor habe ich alles mit mir selbst ausgemacht, was dann zum Teil so aussah, dass ich mich solange geschämt habe bis ich die nächste Flasche geöffnet hatte.

DAS MILIEU: Warum lohnt es sich immer zu Leben?

Borowka: Weil es einfach schön ist. Über viele Jahre hinweg war ich Profisportler und hatte viel mehr Geld. Heute habe ich zwar weniger Geld, aber viel mehr Lebensqualität. Wir im Verein, haben ja auch noch einige Gedanken und Ideen bei denen es sich lohnt sie umzusetzen. Ich hätte nicht mehr die beiden großen Kinder aus der ersten Ehe, meine jetzige Frau und meine kleine Tochter wären nicht da. Das sind Punkte, die einfach zu schön sind. Ich war mit anderthalb Beinen im Grab und weiß das Leben zu schätzen weiß.

Ich freue mich heute auch über kleine Sachen. Zum Beispiel spiele ich auch gerne Golf und bin nicht griesgrämig, wenn ich mal einen Ball ins Wasser kloppe, wo andere ihre Schläger wegschmeißen – dann ist das eben so, ich hole dann einen neuen Ball aus der Tasche und es geht weiter!

DAS MILIEU:  Vielen Dank für das Interview, Herr Borowka!

 

 

 

Das Interview führte Cihan Köse am 09. Mai 2014.

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