Gedicht

Unnatürlich natürlich

14.09.2013 - Anna Alvi

Die Sonne geht auf,
will ganz weit hinauf,
dort wo es Luft zum Atmen gibt,
und jeder sich liebt.
Fische verstehen sich,
ohne zu reden,
dort mag Jeder Jeden,
kein Egoismus,
kein dubioser Fetischismus,
irgendwie toll,
wie das Leben eben sein soll.


Die Wolken schweben umher,
der Himmel dahinter wie ein Meer,
klar, wie der Verstand sein muss,
wäre da nicht der wuchtige Medien-Fluss,
welch eine Beschwerlichkeit,
uns doch umringt,
wie kurios es doch klingt,
doch die wahren Werte verschwinden,
verweht von allen Winden.


Der Mond blüht auf,
in seiner vollkommenen Pracht,
wie hat Gott das nur gemacht?
Die Sterne funkeln wie Diamanten,
wie einst Menschen sie benannten,
Sterne beruhigen unseren Geist,
doch der Wahn nach Diamanten ist dreist.


Menschheit endlich,
Universum unendlich,
Unsinn erschwinglich,
die Vernunft unkäuflich,
Zusammenhalt utopisch,
Krieg realistisch,
wo kommen wir nur hin,
erkennt endlich den SINN.

 

 

Foto: © JODOMO-JDM

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