Gedicht

Von Menschenhand

15.01.2017 - Eva Vos

Häuser, von Menschenhand gebaut.

Frieden, durch Menschenhand geklaut. 

Bomben fliegen auf das Land.

Zerfetzt, zerstört, getötet.

Kinder weinen, Frauen trösten, Männer schießen. 

Städte, von Menschenhand gebaut. 

Liebe, durch Menschenhand geklaut. 

Die gleichen Hände, die Mauern errichten könnten

reißen jetzt alles nieder.

Staub, Feuer, und Trümmer.

Was übrigbleibt ist ein Haufen aus Schutt und Asche.

Schulen, von Menschenhand gebaut. 

Freude, durch Menschenhand geklaut. 

Blut tropft aus einer Ruine. 

Eine alte Frau lebend begraben.

Sie konnte nicht rechtzeitig fliehen.

Ob sie jemals gefunden wird?

Gesetze, von Menschenhand errichtet. 

Gerechtigkeit, durch Menschenhand vernichtet. 

Straßen sind nicht mehr zu erkennen. 

Alles zerstört. 

Die Hoffnung, die Liebe, das Vertrauen. 

Warum? 

Warum schießen Menschen auf Menschen?

Warum zerstören sie ihren eigenen Lebensraum?

Warum können wir das nicht stoppen?

Warum bringen sie Hass statt Liebe in das Land? 

Warum dürfen sie das? 

Die Erde, von Gotteshand gebaut. 

Leben, von Menschenhand geklaut.

Wir sind nur Gast auf diesem Planeten, 

Doch wir machen ihn einfach kaputt. 

Da kommen fremde Menschen in ein Land.

Sie zerstören alles, weil ein Mächtiger ihnen das sagt.

Sie führen blind Befehle aus. 

Männer, nehmt den Großen die Macht

in dem ihr nicht mehr für sie mordet. 

Dann führen sie keine Kriege mehr. 

Denn sie müssten selbst ihr eigenes Leben riskieren.

Männer, legt eure Waffen nieder. 

Kümmert euch um eure Frauen und Kinder.

Frieden, von Gotteshand verschenkt.

Liebe, von Gotteshand gelenkt.

Der Mensch hat Gotteshand verloren.

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