Gedicht

Wider die Ungerechten

01.10.2013 - Alia Hübsch-Chaudhry

Wider die Ungerechten 

Sagen wir immer

Und holen den Hammer

Um wieder mal

Richtig draufzuschlagen

Schlägt ja sonst keiner

Also Wir

Gott sei Dank

Sind wir wir

Wir werden sie retten

Ritter der Zerrütteten

Unzumutbaren

Nur Mut, nur zu

Wer wenn nicht wir

Wider die Ungerechten

Sagen wir immer

Und holen den Hammer

Um wieder mal

Richtig draufzuschlagen

Um zu zeigen wo

Der Hammer hängt

Und sie sollen hängen

Allesamt! Der Osten

Ganz besonders

Im Sonderangebot

Holt auf! Holt aus!

Alles Tyrannen, Verächter!,

Verruchte, Gelächter!

Soweit das Auge reicht!

Reichtum

Schlägt zu!

Zum Ersten!,

Zum Zweiten!,

Zum Dritten!

Weltkrieg verkauft!

Wider die Ungerechten

Sagen wir immer

Und zeigen demokratisch

Auf die Anderen

Denn die Dämonen 

Sind schneller

Wir haben das Recht

Immer Recht zu haben

Wider die Widersacher

Schreien wir laut

Machen Radau

Zünden die Zigarette an

Sehen Obama in Syrien

Einmarschieren und

Trompete blasen

Waffenindustrie boomt

Bombt sie weg! Bombt sie weg!

Ein goldener Schatz

Ein goldenes Kalb

Wälzt sich im Schlamm

Wälzt sich im Dreck

Wider die Widersacher

Schreien wir

Und tauschen fleißig

Ware gegen Werte

Oder war es wahre

Werte gegen wahre

Ware? Wertlose Ware

Gegen wertlose Werte?

Irgendwann zündet

Russland die Zigarette

Begleitet China

Auf Abwegen und nimmt

Dann im Todeswahnsinn

Eine wahre Religion an

Wallah! Wallah!

O Gott! O Gott!

Wider die Widersacher

Schreien wir ein letztes Mal

Zünden die Zigarette an

Blicken trostlos gen Himmel

Stellen das Megafon stumm

Lassen den Hammer fallen

Blicken gen Himmel

Und fallen für immer

Für immer

Für immer

Für immer

Tot um.

 

 

 

 

Foto: © Jayel Aheram

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